Dienstag, 5. Januar 2016

Kassandra rief und keiner wollte es hören

Es gibt neue Arten Flüchtlingen. „Aktuelle Flüchtlinge“, oder solche, „die schon seit Jahren auf den Amüsiermeilen durch Drogenhandel und Diebstahl auffallen“. Es ist noch nicht ganz klar, welche Art Flüchtlinge die „Phänomene“ in Köln, Hamburg und Stuttgart verursacht haben. Aber - „aktuelle Flüchtlinge“ wäre echt schlimm, weil die mit der Bundeskanzlerin auf den Selfies zu sehen sein könnten.

Wer es in Deutschland seit letztem Sommer gewagt hat, vor dem Phänomen zu warnen, dass hunderttausende alleinstehende junge Männer mit einem archaischen Frauenbild notgeil werden könnten, der war ein ……………………................. (Selbstservice, bitte unflätiges Wort einsetzen).
 
Und seit heute wimmelt es in Deutschland von verunsicherten Kassandras aus Politik und Medien, die sich gegenseitig zu überschreien versuchen:
Adolf Plinkert, Landeschef der Polizeigewerkschaft, warnte davor, alle Asylbewerber als potentielle Straftäter zu diffamieren. Claudia Roth warnt davor, die Täter mit den Flüchtlingen in einen Topf zu werfen. Heiko Maas warnt davor, diese abscheulichen Straftaten zu instrumentalisieren.

Wiederholen sich die Mythen? Einst warnte Kassandra vor nahendem Unheil, doch niemand wollte sie hören. Im Gegenteil, die Trojaner holten selbst den Feind in ihre Mauern. Troja ging unter. Kassandra wurde nach der Eroberung Trojas von Ajax vergewaltigt. Im Tempel der Athene, nicht am Hauptbahnhof.
Sogar die Grüne Fraktionsvorsitzende Katrin Göhring Eckardt spricht davon, dass die Herkunft der Täter keine Rolle bei ihrer Verurteilung spielen darf. Nanu, wenn man das politisch explizit fordern muss, kommt leicht der Verdacht auf, dass es bisher nicht so war.

Und die Frau Klöckner warnt wahlkämpferisch, die ethnische Herkunft der Täter bei solchen Straftaten zu verschweigen. Nanu…

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, lässt ausrichten: „Die Bundeskanzlerin drückte ihre Empörung über diese widerwärtigen Übergriffe und sexuellen Attacken aus, die nach einer harten Antwort des Rechtsstaats verlangen. Es muss alles daran gesetzt werden, die Schuldigen so schnell und so vollständig wie möglich zu ermitteln und ohne Ansehen ihrer Herkunft oder ihres Hintergrundes zu bestrafen.“

Der Polizeigewerkschafter Fiedler warnt: “Das könne sich zu einer ‘innenpolitischen Bombe’ entwickeln - wenn rechte Rattenfänger damit Stimmung machten.“ Uff, Kurve gerade noch gekriegt.

Trotzdem erfährt der Bürger jetzt Zahlen, die es noch vor einer Woche nicht gab: „Täter aus dem Milieu nordafrikanischer Trickdiebe begehen 12.000 Delikte im Jahr”, sagte Kriminalhauptkommissar Günther Korn. “Das sind in 2014 über 5000 mehr als 2007. Und das obwohl die Beamten 2014 dreimal mehr Trickdiebe gefasst haben als 2007. Wir können gar nicht so viele Täter festnehmen wie nachwachsen.”

Nanu, wo werden denn in Deutschland Trickdiebe angebaut?

Quelle: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/kassandra_rief_und_keiner_wollte_es_hoeren

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen