Montag, 18. Januar 2016

US-Experte George Friedman sagt Deutschlands Untergang voraus - aus diesen 3 Gründen

Nicht nur in Deutschland wächst die Kritik an Angela Merkels Flüchtlingspolitik - sondern auch im Ausland, wo man ihr Alleingänge und Naivität vorwirft. Jetzt hat der US-amerikanische Geopolitik-Experte George Friedman in einem Interview auf dem Portal "Business Insider" mit Deutschland abgerechnet.
Friedmans Einschätzung ist deshalb so spannend, weil er seit Jahren mit erstaunlich präzisen Prognosen auffällt. So sah Friedman die Kraftprotz-Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin voraus und die innenpolitischen Schwierigkeiten der chinesischen Regierung. Und er geht davon aus, dass Deutschland in den nächsten Jahren in der Bedeutungslosigkeit verschwinden wird.

Die Flüchtlingspolitik Merkels könnte diesen Untergang jetzt noch beschleunigen, glaubt Friedman - zusammen mit zwei weiteren gravierenden Problemen des Landes:

1. Die Verunsicherung in Deutschland wächst
Schon die Anschläge von Paris, sagt Friedman, hätten Europa belastet. Und die Ereignisse der Silvesternacht in Köln hätten die Menschen tief verunsichert.
Umfragen belegen das. Und auch deutsche Experten wie der Passauer Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter sprechen inzwischen von einem "Politikversagen". Nach den Übergriffen von Köln scheint die Angst sogar so groß zu sein, dass viele Deutsche aufrüsten: mit Pfefferspray und Gaspistolen.

2. Die Integration der Flüchtlinge sei extrem schwierig
Im Vergleich zu den USA tue sich Europa schwer mit der Integration von Einwanderern. In den USA gehöre die Einwanderung zum System, während in etwa Deutschland auf einer gemeinsamen Kultur, Sprache und Geschichte fuße. So sagt er, habe Europa ein gewaltiges Problem mit der Integration von Ausländern.
Politiker in Deutschland verweisen darauf, dass die Integration der Flüchtlinge nicht nur eine sprachliche Herausforderung sei, sondern auch eine Frage der beruflichen und schulischen Ausbildung. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) etwa schätzt, dass 90 Prozent der Flüchtlinge nicht die entsprechende Qualifikationen mitbringen, um sich in den Arbeitsmarkt einzufügen.

3. Deutschland verlasse sich zu sehr auf seine Exportgeschäfte
Deutschland ist so abhängig von seinen Exportgeschäften wie kaum ein anderes Land. Noch mehr ausweiten könne Deutschland diese Geschäfte kaum, sagte Friedman. Zumal Deutschland auf einen einheitlichen europäischen Wirtschaftsraum setze, der immer mehr zerfalle.
Keiner der Punkte in Friedmans Abrechnung mit Deutschland ist absolut neu - doch wenn man die vielen Probleme zusammennimmt, ergibt sich tatsächlich ein düsteres Bild. Nicht nur von der anderen Seite des Atlantiks aus.
Deutschland sei ein "verletzliches und schwaches Land", sagt Friedman.

Quelle: http://www.huffingtonpost.de/2016/01/18/3-probleme-die-deutschland-neben-der-fluchtlingskrise-beschaftigt_n_9006884.html

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